Wart ihr mal ein 15-jähriges Mädchen? Ich auch. Inklusive rot gefärbtem Haar, Flanellhemd und ganz viel Herz- und Weltschmerz. Eben wie Angela Chase in „My so called life“ (dt. Willkommen im Leben), der Teenie-Serie aus den 90ern, für die meine liebe Freundin llladida und ich eine gewisse Schwäche haben. Ihre Analyse zum Phänomen, dass immer die Catalanos dieser Welt die Krakows ausstechen, könnt ihr übrigens hier nachlesen.

Bei mir gab’s auch immer irgendeinen Catalano, den ich aus der Ferne angeschmachtet habe. Was habe ich Seiten über diese Typen gefüllt … In einem Tagebuch gibt’s übrigens eine Seite, die in mir noch heute Mitleid mit meinem zartbeseelten Selbst von damals hervorruft: In der Mitte ein Fotoautomaten-Abbild meines Catalanos, drum herum zahlreiche Ich-liebe-dichs und rechts oben ein roter Lippenabdruck – vor Zerfall geschützt mit Klebefolie. Weil halten sollte der! War ja für die Ewigkeit, diese Liebe, nicht?

Manche Dinge ändern sich zum Glück: Heute weiß ich, dass ich mit roten Haaren gar nicht so toll aussehe (brauchte für diese Erkenntnis auch nur 10 Jahre), dass diese eine Liebe eben doch nicht für die Ewigkeit war (aber Hauptsache, den Lippenabdruck gibt’s noch) und Flanellhemden an Männern besser aussehen (da kann man sich dann auch von außen an die weiche Seite schmiegen). Andere Dinge allerdings ändern sich nie.

Meine liebe Freundin llladida übrigens weiß ganz genau, wie sie mir eine Freude machen kann. Deshalb hat sie sich heute bei mir für einen kleinen Hilfsdienst mit folgendem Video bedankt:

Ich geh mir jetzt die Haare färben.